Rechte Männer und Marketingtricks – das Prinzip ist alt.

Cellulite wurde erst dann zum „Problem“, als Männer damit begannen, daran zu verdienen. Ein normales Hautbild wurde pathologisiert. Es gab plötzlich „Behandlungen“, Cremes, Versprechen – alles auf Angst aufgebaut. Angst, nicht zu genügen. Angst vor Ablehnung. Angst davor, nicht in ein von Männern gemachtes Ideal zu passen.

Das ist kein Zufall. Es ist ein uraltes Prinzip.

Genau nach diesem Muster funktioniert auch rechte Politik. Erst wird etwas völlig Normales zum Problem erklärt: Migration, Vielfalt, queeres Leben, Gleichstellung. Dann wird eine vermeintliche Lösung verkauft: Abschiebungen, Grenzkontrollen, Verbote, Ausgrenzung.

Aktuelles Beispiel: Alexander Dobrindt führt Grenzkontrollen ein. Viel Tamtam um nichts. Kein echtes Problem wird gelöst. Es ist pure Inszenierung. Ein politisches Placebo. Der Zweck: Ängste schüren, das Bild vom „bösen Ausländer“ bedienen und Wählerstimmen am rechten Rand abgreifen.

Währenddessen bleiben die größten realen Probleme unangetastet. Die extreme Ungleichverteilung von Vermögen. Dass eine winzige Minderheit absurde Reichtümer anhäuft, während der Rest der Gesellschaft mit steigenden Kosten, unsicheren Jobs und wachsender Armut kämpft.

Und auch der Klimaschutz wird nach genau diesem Muster ignoriert. Wissenschaftliche Fakten werden kleingeredet, verdrängt oder als Panikmache diffamiert. Warum? Weil konsequenter Klimaschutz nicht die Armen, nicht Migrantinnen, nicht queere Menschen trifft – sondern Konzerngewinne, Renditen, Überkonsum und Privilegien.

Genau deshalb funktioniert das so gut: Wer damit beschäftigt ist, nach unten zu treten, hinterfragt nicht mehr, warum nach oben alles unangetastet bleibt.

Rechte Männer verkaufen seit Jahrzehnten dieselben Tricks: Angst machen. Probleme erfinden. Lösungen vortäuschen. Kontrolle sichern. Macht sichern.

Das ist kein Zufall. Das ist Strategie.

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