|

Wenn Justiz und Polizei Recht brechen – Wir fordern Gerechtigkeit für Maja!

Maja T. ist nicht-binär, antifaschistisch aktiv und deutsche*r Staatsbürger*in.
Im Juni 2024 wurde Maja entgegen geltendem Recht und einem ausdrücklichen Verbot des Bundesverfassungsgerichts von deutschen Behörden nach Ungarn ausgeliefert – einem Land, in dem queeren Menschen Folter und unmenschliche Haftbedingungen drohen.

Diese Abschiebung ist ein Justiz- und Polizeiskandal zugleich. In einem Rechtsstaat darf es nicht vorkommen, dass Behörden verfassungsmäßige Rechte ignorieren und Menschen in ein autoritäres Regime abschieben, das Grundrechte systematisch missachtet.

Maja sitzt seit fast genau einem Jahr, seit dem 28. Juni 2024, in ungarischer Haft – unter menschenunwürdigen Bedingungen. Seit Juni 2025 ist Maja im Hungerstreik.

Und die Bundesregierung? Sie schweigt. Wenn sie sich nicht aktiv für Majas Rückholung einsetzt – obwohl keine belastbaren Beweise vorliegen – sondern weiter den Rechtsbruch durch deutsche Justiz und Polizei deckt, beschädigt sie weiter unsere Demokratie. Sie macht sie anfällig für autoritäre Tendenzen und signalisiert, dass Rechtsbruch und Rechtsextremismus toleriert werden.

Warum geschieht das? Weil Maja nicht-binär ist. Weil Maja antifaschistisch ist. Weil Maja unbequem ist – und Faschist*innen klar anzählt, statt sie mit Samthandschuhen zu pampern.

Ungarn ist ein autoritärer Staat unter Orbán, der Justiz und Medien kontrolliert, Grundrechte unterdrückt und queere sowie oppositionelle Menschen massiv verfolgt. Die Haftbedingungen von Maja spiegeln genau diese Realität wider.

Ich fordere die schnellstmögliche Rücküberführung von Maja T. nach Deutschland – ohne weitere Verzögerungen oder Ausreden. Schützt Maja. Holt sie zurück. Und stellt sicher, dass sich ein solcher Rechtsbruch in Deutschland nie wiederholt.

Ähnliche Beiträge

  • Nationalismus macht dumm

    In unseren Schulen schimmeln Wände und Turnhallen, doch stolz weht die Deutschlandfahne, falsch herum gehisst: das Banner einer gescheiterten Bildungspolitik. Ein stiller Hilferuf, überhört von den Rechtsextremen aus CDU, CSU und AfD, die lieber von vergilbtem Nationalstolz träumen, als in Bildung und Zukunft zu investieren. Nationalismus ist ideologische Wurzel von Hass. Nationalismus ist Symbol für…

  • |

    Wie zeigt sich toxische Politigkeit?

    Toxische Politigkeit begegnet uns überall im gesellschaftlichen Alltag – in politischen Diskussionen, in den Medien, am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft oder im privaten Umfeld. Sie tritt immer dann auf, wenn klare Positionen vermieden oder rechte Narrative verharmlost werden, um Konflikte zu umgehen oder bestehende Machtverhältnisse zu schützen. In politischen Debatten zeigt sie sich, wenn Menschen…

  • #nazisraus

    Kennt ihr das? Menschen übernehmen Narrative von Nazis und wundern sich dann, dass sie Nazis genannt werden. Klimakleber wegsperren, Grenzen zu, Menschen mit Migrationshintergrund unter Generalverdacht stellen. Wer mit Nazis ins selbe Horn tutet, braucht sich über die Herpesbläschen im eigenen Gesicht nicht zu wundern. Rechtsextremismus ist wie eine hirnzersetzende Amöbe, mit der man sich…

  • Demokratie verteidigen

    Heute wurden im Remscheider Rathaus Fotos für eine Demokratiekampagne gemacht, die ich selbstverständlich und sehr gerne unterstütze. Wir Bürger*innen mit demokratischer, menschenfreundlicher und antirassistischer Weltsicht müssen zusammenhalten und uns gegen jede rechte Tendenz stemmen, um Menschenrechte zu sichern und den Planeten zu retten. #NRWeltoffen #Remscheid #demokratieverteidigen #demokratieschützen

  • Diversität ist die Antwort

    Diversität ist nicht das Problem – sie ist die Lösung. Wer Diversität als Störfaktor begreift, übersieht: Es sind nicht queere, migrantische oder behinderte Menschen, die unsere Gesellschaft überfordern – es ist die Angst vor Veränderung, vor Kontrollverlust, vor Gleichwertigkeit. Diversität ist keine Schwäche, sondern eine Stärke. Sie schafft Innovation, Gerechtigkeit und Zusammenhalt – nicht trotz,…

  • Gedenken in kohlrabenschwarz

    Heute vor 8 Jahren starb Helmut Kohl. Einer der „größten Staatsmänner“. Woran ich denke, wenn mir der „große Staatsmann“ einfällt? An den Kanzler, der nie verriet, wer die CDU mit Schwarzgeld flutete. Der lieber den Rechtsstaat beschädigte, als ein „Versprechen“ zu brechen. Ehrenwort statt Ehrlichkeit. An den „Einheitskanzler“, der blühende Landschaften versprach – und wirtschaftliche…