Solidarität mit Familie Doğan

Remscheid darf nicht zur Bühne der Menschenverachtung werden – Solidarität mit Familie Doğan!

Was am 13. März 2025 in Remscheid geschah, war kein „ordnungsgemäßer Verwaltungsakt“. Es war ein Akt der Grausamkeit: Ein Vater springt in seiner Verzweiflung vom Balkon. Eine Mutter wird mit zwei Kindern abgeschoben. Ein siebenjähriger Junge bleibt zurück – in der Obhut seiner älteren Schwestern, weil die Behörde keine Reisepapiere für das Kind fand, ein größerer Bruder war an seinem Ausbildungsplatz, während die Familie sozusagen überfallen wurde. Die Schwestern versuchen nun, das Unfassbare zu verarbeiten und ihre Familie irgendwie zusammenzuhalten. Eine Familie – zerrissen. Und eine Stadt, die sich fragen lassen muss, was hier eigentlich falsch läuft.

Diejenigen, die sich daraufhin für Menschlichkeit und Gerechtigkeit einsetzen – allen voran Die Linke mit ihrer öffentlichen Kundgebung und die Unterstützer*innen der Petition „Familie Doğan aus Remscheid soll bleiben“ – verdienen Respekt. Sie verteidigen, wofür unsere Stadt und unsere Demokratie stehen sollten: Menschenwürde. Schutz. Zusammenhalt.

Und dann gibt es da jene, die das Leid dieser Familie als Propagandavorlage missbrauchen: Die rechtsextreme Vereinigung Pro Remscheid, die auf ihrer Webseite voller Menschenhass, Lügen und Hetze nun auch noch die Abschiebung als „gelungen“ feiert und gleichzeitig demokratische Gegenrede diffamiert. Das ist keine politische Position – das ist asozial. Wer Familie Doğan verhöhnt und solidarische Menschen als „linksextrem“ denunziert, stellt sich außerhalb des demokratischen Spektrums.

Remscheid darf kein Ort sein, an dem Abschiebungen wie diese geschehen – und dann von Faschist*innen beklatscht werden. Es liegt an uns, klar Haltung zu zeigen:

Ich ergreife Partei – für Familie Doğan. Für eine Stadt, die nicht wegsieht. Für alle, die laut bleiben gegen Unrecht.

Unterstützt jetzt die Petition:
www.openpetition.de/petition/online/familie-dogan-aus-remscheid-soll-bleiben

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