Kufiya: Zeichen der Solidarität

Ich trage eine Kufiya aus Überzeugung, weil ich solidarisch bin mit Menschen, die unter Besatzung, Rassismus und Unterdrückung leiden. Weil ich Teil einer Linken bin, die Haltung zeigt – und sich nicht von rechten Erzählungen vor sich hertreiben lässt.

Die pauschale Unterstellung, das Tragen einer Kufiya sei antisemitisch, ist nicht nur absurd – sie ist Ausdruck eines antimuslimischen und antipalästinensischen Rassismus, der in dieser Gesellschaft längst anschlussfähig geworden ist. Wer in ein Stück Stoff mehr Hass hineinliest als in faschistische Netzwerke, hat den Kompass verloren.

Und ja, ich sage es deutlich: Viele dieser Antisemitismus-Rufe sind selbst antisemitisch. Weil sie jüdisches Leben mit dem Staat Israel gleichsetzen. Weil sie so tun, als wäre jede Kritik an einer rechten Regierung in Jerusalem ein Angriff auf Jüdinnen und Juden weltweit. Das ist gefährlich. Das ist zynisch. Und es entmenschlicht Jüdinnen und Juden genauso wie Palästinenser*innen.

Ich mache keinen Bogen um Kritik an israelischer Regierungspolitik – so wenig wie ich schweige, wenn deutsche Politiker*innen mit Nazis paktieren. Antisemitismus bekämpfen, ja – aber mit Haltung, nicht mit Doppelmoral. Wer jüdisches Leben wirklich schützen will, hört zu – statt zu vereinnahmen.

Meine Solidarität ist unteilbar. Gegen jeden Faschismus. Gegen jede Form von Rassismus. Und gegen jede Regierung, die Unterdrückung organisiert – egal, ob in Teheran, Washington, Berlin oder Jerusalem.

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